Eine Krankenversicherung ist Pflicht in Deutschland. Entweder die gesetzliche Krankenkasse (GKV) oder die private Krankenversicherung (PKV) erfüllt die KV-Versicherungspflicht. Der Staat zwingt seine Bürger sozusagen in eine Krankenversicherung. Im Gegenzug gewährt das Land aber auch einen besonderen Schutz für die KV-Versicherten. In der PKV bedeutet das, dass der einzelne Versicherte dem privaten Versicherer nicht hilflos ausgeliefert ist. So wacht zum Beispiel eine Behörde, die BaFin (Bundesanstalt für

PKV – Private Krankenversicherung

Finanzdienstleistungsaufsicht), über die Gestaltung der einzelnen Tarife und über die Beitragskalkulation. Hierzu gehören auch Beitragserhöhungen während der gesamten Laufzeit des Vertrages. Diese müssen jedes Mal genehmigt werden.

Für Beschwerden der PKV-Kunden steht der unabhängige und kostenlose PKV-Ombudsmann zur Verfügung. Ziel des Ombudsmanns ist es, Meinungsverschiedenheiten zwischen den Versicherten und den PKV-Unternehmen einvernehmlich und ohne eine Gerichtsverfahren zu schlichten. Einmal im Jahr gibt der Ombudsmann einen Tätigkeitsbericht  heraus.

In 2017 lagen 6.708 Beschwerden bei 9 Millionen PKV-Versicherten vor. Bei 51 % der Beschwerden ging es um die medizinische Notwendigkeit von Behandlungen, um Streitigkeiten über ärztliche Rechnungen und um die Erstattung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln. In 19 % der Beschwerden wurde um die Vertragsauslegung und um Beitragsanpassungen gestritten. Der PKV-Tarifwechsel spielte in 4 % der Fälle eine Rolle.

Laut PKV-Ombudsmann war die Rechtsauslegung der Versicherungen in 70 % der Vorgänge korrekt, bei 30 % der Beschwerden konnte erfolgreich vermittelt werden.

Fazit: Im Gegensatz zu anderen Versicherungszweigen ist die Zufriedenheit der PKV-Versicherten mit ihrer privaten Krankenversicherung sehr hoch.