Welchen Wert hat ein PKV-Vertrag?

Der reale Wert eines PKV-Vertrages wird unterschätzt

Nicht nur die Höhe der Altersrückstellungen spielt eine Rolle

Demographische Entwicklung nur für GKV-Kunden teuer

Berechnung der GKV-Beiträge macht PKV-Versicherte reicher

 

Verkehrte Einschätzung der KV-Pflichtversicherung in Deutschland

„Die privaten Krankenversicherungen locken junge Leute mit niedrigen Beiträgen, als Rentner muss man dann für den Fehler PKV bluten. Die gesetzliche Krankenkasse ist doch die bessere Alternative“. So oder so ähnlich ist die weit verbreitete Meinung, Artikel in der Presse mit diesem Tenor werden oft geschrieben und von Vielen gerne gelesen. Es gibt sie, PKV-Versicherte mit einer Rente knapp über der Pfändungsgrenze und hohem PKV-Beitrag. Diese Menschen haben eine falsche Entscheidung getroffen und wären besser nicht in die PKV gewechselt, ein GKV-Beitrag wäre klar günstiger. Die Größe dieses Personenkreises steht aber diametral entgegengesetzt zu deren Bedeutung bei Journalisten und somit zur weit verbreiteten Meinung über die Beiträge einer PKV im Alter. Im Standardtarif STN der PKV sind von den 9 Millionen PKV-Kunden nur 50.000 Personen untergekommen. Andere Sozialtarife der PKV wie der Basistarif BTN (Hartz IV) oder der Notlagentarif NLT verschenken den PKV-Versicherungsschutz an Menschen mit finanziellen Problemen. In der GKV ist die Zahl der Nicht-Zahler und die Höhe der jeweiligen Schulden gegenüber der KV prozentual wesentlich höher als in der PKV. Kaum zu glauben, aber auch GKV-Versicherte können in finanzielle Notlagen geraten. Und natürlich die Beiträge: Der GKV-Höchstsatz liegt in 2019 bei 856 EURO.

PKV-Kunden sind von negativer Demographie abgekoppelt

Die 10 % Privat-Versicherten belasten die Kosten des Gesundheitswesens aller Deutschen nicht. Im Gegenteil, durch die Bildung von Altersrückstellungen (2019: 250 Milliarden EURO) muss für diese 10 % das Problem der ungünstigen demographischen Entwicklung mit immer mehr Alten und immer weniger Jungen nicht vom Staat finanziert werden. Die über 65-jährigen verursachen 50 % der Ausgaben, die über 45-jährigen verbrauchen 75 % der Einnahmen im Gesundheitswesen. Höhere GKV-Beiträge alleine werden die steigenden Kosten der vielen älteren GKV-Versicherten in der Zukunft kaum auffangen können, es muss die Erhöhung des jährlichen Bundeszuschusses hinzugerechnet werden. Im Verhältnis zum Rentenversicherungsbeitrag explodieren die GKV-Beiträge regelrecht. Zusammengefasst bedeutet das, junge und langjährig PKV-Versicherte mit gutem Einkommen werden in den nächsten Jahrzehnten Freude an ihren in Relation zur GKV günstigen Beiträgen haben.

Das Nachbargrundstück GKV macht die eigene PKV wertvoller

Der Wert der eigenen privaten Krankenversicherung ergibt sich nicht nur aus der Höhe der individuellen Alterungsrückstellungen, sondern auch aus den Kosten, die ich bei der einzigen Alternative zur PKV, der gesetzlichen Krankenkasse GKV bezahlen müsste (2019: 856 EURO). Hinzu kommen Einmalzahlungen, zum Beispiel bei einer einmaligen Einnahme von 10.000 EURO verlangt die GKV zusätzlich zum laufenden Beitrag 1.600 EURO als Extra-Beitrag. Eine KV ist eine Pflichtversicherung, nur GKV oder PKV kommen in Frage. Für Rentner in der PKV gilt folgende Faustregel: Bin ich mindestens 20 Jahre in einer PKV versichert und liegt meine Rente gut über dem Durchschnitt, so sind die Krankenversicherungsbeiträge als Rentner in der PKV günstiger als die in der GKV. Wer überdurchschnittlich gut verdient, der kommt mit seiner PKV besser weg. Ein schlechtes Sozialgewissen muss dabei nicht entstehen, die PKV entlastet den gesamten Komplex.

Bei schwerer Krankheit spielt die Versicherungsleistung doch eine Rolle

Bei einer Blinddarmentzündung oder einem gebrochenen Bein sind die Versicherungsleistungen der gesetzlichen Krankenkasse gut genug. Kommt es aber zu einer schweren Erkrankung, so kann es sein, dass man mit den zweckmäßigen und preisgünstigen (so der Anspruch der GKV) Leistungen nicht so gut dasteht. Menschen in diesen Situationen möchten nicht auf ihre PKV verzichten. Der subjektive Wert der eigenen PKV steigt an.

Krankheitskosten nach Alter

 

 

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