Private Krankenversicherung (PKV) und Lebenserwartung

PKV-Versicherte leben gut 4 Jahre länger als GKV-Kunden

Die Ursachen liegen auch im besseren Versicherungsschutz

Statistisches Bundesamt und PKV-Verband liefern die Daten


Frauen werden in Deutschland im Durchschnitt 83,2, Männer 78,3 Jahre alt. Hat man erst mal das 65. Lebensjahr erreicht, so steigt die Lebenserwartung auf 86,0 bzw. 82,8 Jahre an.

Anders sieht das bei den Versicherten der privaten Krankenversicherung aus. Von Geburt an gerechnet wird der PKV-Versicherte 87,34 bzw. 83,97 und vom 65. Lebensjahr an gerechnet sogar 89,07 und 86,31 Jahre alt. Der privat Versicherte lebt also ca. 4 Jahre länger als der gesetzlich Krankenversicherte. So die Zahlen des Statistischen Bundesamtes und des BaFin geprüften PKV-Verbandes.

Die Gründe liegen nicht nur in der besseren Krankenversicherung

Ein PKV-Vollversicherter hat in der Regel eine höhere Bildung und ein höheres Einkommen als ein GKV-Kunde. Bei höherem Bildungsgrad und/oder hohem Einkommen geht die Wissenschaft von einem sorgfältigeren Umgang mit der eigenen Gesundheit aus. Die Ernährung ist besser, Sport spielt eine größere Rolle und Vorsorgeuntersuchungen sind Standard. Unter Umständen ist das Auftreten gegenüber Ärzten und Behandlern ein anderes. Wer gut zuhört und schlau nachfragt, findet ggf. größere Aufmerksamkeit. Eine entscheidende Rolle kann aber auch die bessere Versicherungsleistung spielen. In der GKV gibt es beispielsweise die sogenannte verdeckte und heimliche Rationierung. Ärzte sind in der GKV Budgets unterworfen. Das bedeutet, dass der Behandler in einem bestimmten Zeitraum für alle seine GKV-Kunden nur einen bestimmten Pauschalbetrag für Behandlungskosten und Medikamente ausgeben darf. Verbraucht der Arzt mehr Geld, so haftet er persönlich mit seinem Vermögen, egal ob die Ausgaben medizinisch begründet sind oder nicht. Gilt es eine bestimmte Krankheit zu behandeln und es werden z.B. unterschiedlich teure Medikamente angeboten, so wird der Arzt das preiswertere Präparat verordnen. Der GKV-Patient erfährt nichts von der Existenz eines teureren Medikaments. Deshalb ist die Rationierung verdeckt. Ein teureres Arzneimittel muss nicht besser sein als ein günstigeres. Häufig sind neue Mittel aber tatsächlich wirksamer und teurer. Diese Sorgen hat ein privat Krankenversicherter nicht.

Einzige Alternative zur Entscheidung zwischen GKV und PKV ist die gesetzliche Krankenkasse mit PKV-Zusatzversicherung.

 

 

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