Beim Wechsel von der gesetzlichen Krankenkasse GKVin die private Krankenversicherung PKV spielt neben der besseren Versicherungsleistung meist auch der günstigere Beitrag eine Rolle. Wegen der besonderen Kosten-Dynamik im Gesundheitswesen steigen die Beiträge der GKV und die der PKV jedoch fast jährlich an.

 

Warum wird die Krankenversicherung teurer?

Faktoren für den Beitragsanstieg in PKVund GKVsind die allgemeine Kostensteigerung im Gesundheitswesen, laufend neue Behandlungsmethoden und Medikamente, die steigende Lebenserwartung und die besonders hohe Erwartungshaltung der Versichertenan die Medizin im persönlichen Krankheitsfall. Gegen den Kostenanstieg durch die steigende Lebenserwartung und das Älterwerden der Versicherten mit der negativen demographischen Entwicklung in Deutschland baut die PKV durch die Bildung von Altersrückstellungen vor. Bis zum Alter von 60 bis 65 Jahren zahlt der PKV-Kunde mehr ein als verbraucht wird, es sammeln sichverzinsliche Alterungsrückstellungenan. Zur Zeit sind das für alle Versicherten der PKV zusammen gut 250 Milliarden Euro. Dadurch ist gewährleistet, dass die Beiträge des einzelnen Versicherten der PKV nicht durch das Älterwerden teurer werden. Ein wesentlicher Qualitätsvorsprung der PKV gegenüber der GKV. Eine gesetzliche Krankenkassebildet überhaupt keine Vorsorge für das Problem der immer älter werdenden Menschen in Deutschland. Ab jetzt und in den nächsten Jahrzehnten wird der größte Teil der Deutschen aus Rentnern bestehen, was zu enormen Kosten und höheren Beiträgen der GKV führen muss. Dieses Problem hat die PKV nicht. Allerdings hatte die PKVin den letzten Jahren mit den sinkenden Zinsen für die Altersrückstellungen zu kämpfen. Für den Neukunden spielt das wiederum keine Rolle, in den aktuellen Tarifen sind die niedrigen Zinsen für Alterungsrückstellungen bereits einkalkuliert.

 

Mit welchen Kostensteigerungen ist konkret zu rechnen?

Um in etwa planen zu können hilft ein Blick in die Vergangenheit. In den letzten zehn Jahren kletterte der Beitrag für eine gesetzliche Krankenkasse um 3,2 % jährlich, der Monatsbeitrag der privaten Krankenversicherung verteuerte sich durchschnittlich um 3,0 %. Hier sind die höheren Versicherungsleistungen der PKV bereits eingerechnet. Der geringere Anstieg der PKV-Beiträgewird durch die positiven Auswirkungen der Altersrückstellungen begründet. Alte Versicherte verursachen höhere Kosten als junge Kunden. Für die private Krankenversicherung spielt das keine Rolle. In der Zukunftwird sich das noch erheblich positiver für die Versicherten der PKV auswirken. Mit einer Kostensteigerung von 3 % p.a. ist in der Krankenversicherung (PKV und GKV) auch ohne bahnbrechende neue Medikamente oder neue Behandlungsmethoden zu rechnen. Von der besseren und teureren Medizin profitieren wir gleichzeitig durch ein besseres Leben bei Krankheiten und einer längeren Lebenserwartung.

 

Studie Ausgaben und Umsätz PKV