Kinderkrankenversicherung

Das Wichtigste vorab:

  • Auch Kinder unterliegen der Krankenversicherungspflicht

  • Kinder werden i.d.R. beim selben Versicherer (PKV oder GKV) wie ein Elternteil versichert

  • Kinder ohne Einkommen sind in der GKV kostenlos mitversichert

  • Ab dem Ende der Schulzeit muss für Kinder i.d.R. eine eigene KV bezahlt werden


 

Kinder in der GKV

Ist ein Elternteil in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert, können Kinder meist durch die kostenlose Familienversicherung der GKV versichert werden. Kinder müssen bei dem Elternteil mit dem größeren Einkommen mitversichert werden. Ist der Elternteil mit dem größeren Einkommen in einer privaten Krankenversicherung (PKV) versichert, so müssen die Kinder ebenfalls privat versichert werden.

 

Kinder in der PKV

Endet die Mitgliedschaft des Hauptversicherten einer GKV, so endet auch die kostenlose Krankenversicherung der Kinder. Die Kinder haben dann aber einen Anspruch auf Weiterversicherung gegen den Kinderbeitrag innerhalb der GKV. Das kann interessant werden, wenn ein Kind z.B. in einer noch nicht abgeschlossenen KFO-Behandlung ist, der Rest der Familie sich aber schon privat versichern möchte oder muss. Das GKV-versicherte Kind kann dann später in die PKV folgen.

Nach der Geburt haben Kinder von privat Versicherten das Recht auf die Inanspruchnahme der sogenannten Kindernachversicherung. Die PKV muss das Kind ab Geburt ohne eine Risikoprüfung und ohne Einschränkungen versichern. Der Versicherungsschutz kann denselben Umfang wie der des Elternteils haben.

 

PKV und GKV-Beiträge im Alter

Privat Versicherte mit Kindern haben einen positiven Beitragseffekt mit dem Abschluss der Schulausbildung der Kinder: Der Beitrag der PKV verringert sich um die Kinderbeiträge. Das ist übrigens der Hauptgrund für den Nettoverlust an Versicherten Personen im Bestand der PKV gegenüber der GKV in den letzten Jahren. Fällt bei einem GKV-Versicherten eine Kinderversicherung durch Ausbildung oder Studium weg, so bleibt der Beitrag des Elternteils gleich hoch.

Rechte, welche die Kinder bei einer PKV erworben haben, können beim Wechsel von der PKV in die GKV durch die Umwandlung der PKV-Vollversicherung in eine private Krankenzusatzversicherung bewahrt werden.

 

Fazit: Die PKV kann auch mit Kindern attraktiver als die GKV sein. Klarheit bringt eine individuelle Einzelfallprüfung.

 

Die folgenden privaten Krankenversicherung bieten Versicherungsschutz für Kinder alleine:

Alte Oldenburger (ab 6.LJ)
ARAG
AXA (ab 16.LJ)
Barmenia
BBKK
Gothaer
Hallesche
Hanse Merkur
LKH
Münchener Verein
Nürnberger
R+V
SDK
Signal (ab 5.LJ)
UKV