GKV oder PKV, was ist besser für mich heute und in 20 oder 30 Jahren?

Es kommt darauf an

Nicht für jeden ist eine private Krankenversicherung richtig. Die Frage lautet zum einen: Wie schätze ich meine persönliche berufliche und finanzielle Entwicklung ein? Ist die Ausbildung gut oder verspricht das Geschäft Wachstum, so kann man auch von einer über dem Durchschnitt liegenden Altersversorgung ausgehen. Daneben kommt es darauf an, nicht zu spät in die PKV einzusteigen. Um die für einen Rentner mit niedrigem Monatsbeitrag wichtigen Altersrückstellungen in ausreichender Höhe zu bilden, sollte man 20 Jahre vor dem Rentenbeginn von der GKV in die PKV wechseln. Erfolgt der Wechsel später, so ist der Zeitraum für die PKV-Kapitalbildung zu kurz. Die Kinderplanung spielt bei der GKV-/PKV- Entscheidung eine untergeordnete Rolle.

 

Demografische Entwicklung in Deutschland

Die demografische Entwicklung mit immer mehr alten und immer weniger jungen Menschen wird von der privaten Krankenversicherung durch die Bildung von Altersrückstellungen vollständig ausgeglichen. Die GKV bildet keinerlei Rückstellungen und kann die zusätzliche Finanzierungslast durch viele alte und kranke Versicherte nur durch Leistungskürzungen und durch höhere Beiträge kompensieren. Neben dem Leistungsumfang liegt hier der entscheidende Systemvorteil der PKV. Das wird sich insbesondere in 10 bis 30 Jahren positiv auszahlen. In jedem Vertrag der PKV ist eine eigene Rentenversicherung eingebaut. Insgesamt haben alle PKV-Kunden 250 Milliarden EURO angespart. Beim einzelnen PKV-Kunden kommt so eine Rente zur Finanzierung der Krankenversicherung in Höhe von einigen hundert EURO pro Monat heraus. Wird heute teilweise vor höheren Beiträgen der PKV im Alter gewarnt, so wird sich in 10 Jahren und später die Vorsorge der PKV auszahlen, die PKV-Beiträge eines Rentners werden ein entscheidender Vorteil gegenüber der GKV sein.

 

Versicherungsleistung GKV versus PKV

Alle wissen es, die PKV hat bessere Versicherungsleistungen als die GKV. Viel wird über den Chefarzt, alternative Behandlungsmethoden, Zahnersatz oder Wartezeiten beim Arzt geschrieben. Doch der entscheidende Leistungsvorsprung der PKV liegt im Verborgenen, in der sogenannten verdeckten Rationierung innerhalb des Systems GKV. Heimliche Rationierung in der GKV ist ein feststehender Begriff. Heimlich deshalb, weil der GKV-Patient nichts von teureren und besseren Behandlungsmethoden oder Medikamenten erfährt. Der Arzt wird durch die pauschale Budgetierung seiner Ausgaben so unter Druck gesetzt, dass er teurere Alternativen erst gar nicht mit seinem Patienten bespricht. Höhere Kosten für ein neues Medikament müssen dem Kranken nicht helfen. Oft sind aber gerade die neuen und innovativen Arzneimittel einfach besser.

 

PKV-Zusatzversicherungen zur GKV

Um die GKV-Versicherungsbeiträge im gesellschaftlich akzeptierten Rahmen zu halten, wird der Gesetzgeber in der Zukunft immer mehr Leistungen aus dem Katalog der gesetzlichen Kassen streichen müssen. Zum Vergleich: Leistungskürzungen sind in der PKV nicht möglich, bzw. nur auf Wunsch des Versicherungsnehmers. Heute schon ist bei einem GKV-Versicherten ohne Geld und ohne private Zahnzusatzversicherung das sogenannte Kassengebiss schon von Weitem zu erkennen. Am weitesten verbreitet sind Zusatzversicherungen für das Krankenhaus. Nicht so bekannt, aber von großer Bedeutung für Anspruchsvolle ist die ambulante Zusatzversicherung, die aus einem Kassenpatienten einen vollwertigen Privatpatienten macht. Mit der GKV wir das Kostenerstattungsprinzip vereinbart. Die Kosten für den Arzt oder die Apotheke werden dann zuerst der GKV vorgelegt, die restlichen Kosten werden von der PKV bezahlt. Das kostet, ist aber eine optimale Lösung für die beste medizinische Versorgung. In diesem Fall kommt man übrigens in den Genuss des besseren Systems ohne sich zwischen GKV und PKV entscheiden zu müssen.

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