Die PKV hat im zweiten Halbjahr 2017 wieder mehr Zugänge als Abgänge an versicherten Personen zu verzeichnen. Das heißt, die private Krankenversicherung wächst im Verhältnis zur gesetzlichen Krankenkasse (GKV). Bei den Abgängen in der PKV handelt es überwiegend nicht um freiwillige Wechsel in die GKV, sondern um privat versicherte Kinder, welche eine Ausbildung anfangen und deshalb GKV-pflichtversichert werden.

Die genauen Statistiken wurden vom Deutschen Bundestag im Januar 2018 auf eine Anfrage der Linken zusammengefasst. Hier werden unter anderem auch verbindliche Angaben zum durchschnittlichen Beitrag einer PKV (242 €) und zur Beitragsentwicklung seit 2010 (2,2 %), nach Versicherungsgesellschaft unterteilt, gemacht.

Trotz der guten PKV-Zahlen gab es Verlierer unter den Anbietern. Die Central-Generali verliert 178.400, die DKV 115.700, die Allianz 75.700 und die Bayrische Beamtenkrankenkasse 51.200 Kunden.

Zu den Gewinnern gehören die Debeka (Beamte), die Hanse Merkur und die AXA (Beamte) mit den meisten Zugängen an neuen PKV-Kunden.

Die Auswahl einer privaten Krankenversicherung ist ein individueller Vorgang und sollte nicht von Massenbewegungen alleine abhängig gemacht werden.