Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung, PKV

Das Wichtigste vorab:

  • Das Gesundheitswesen hat eine besondere Preis-Dynamik

  • Darunter leidet die PKV im gleichen Maß wie die GKV

  • PKV-Beitragserhöhungen müssen von der BaFin genehmigt werden

  • Bei Beitragserhöhungen bleibt dem Versicherten der kostenlose PKV-Tarifwechsel


 

Kostenentwicklung im Gesundheitswesen

Wer krank ist, richtet sich bei der zu wählenden Behandlung nicht nach seinen persönlichen finanziellen Möglichkeiten. GKV- und PKV-Versicherte wollen dann die bestmögliche und denkbare Therapie. Würde man nach diesen Kriterien ein neues Auto kaufen, dann müsste man den aktuellen Formel-1-Weltmeisterwagen kaufen.

Diese hohen Ansprüche der Versicherten werden von der PKV und mehr oder weniger auch von der GKV erfüllt. Gleichzeitig ist eine solche Nachfrage nach medizinischen Leistungen ein Ansporn für die Industrie, ständig zu forschen und neue

 

Beitragsentwicklung in der PKV

 

Behandlungsmethoden oder Medikamente auf den Markt zu bringen. Davon profitieren wir alle zum Beispiel mit der ständig steigenden Lebenserwartung. Pro Jahr ein Monat, unsere Jahre haben sozusagen 13 Monate.

Die Kosten dieses dynamischen Gesundheitsmarktes spiegeln sich in den GKV- und PKV-Krankenversicherungsbeiträgen wieder. In den letzten 10 Jahren lag der Anstieg in beiden Systemen bei 3 %. Von den Beitragserhöhungen der PKV hört man in der Presse in der Regel öfter als von den GKV-Beitragsanpassungen. Bei der GKV sind im Gegensatz zur PKV neben den Beitragserhöhungen parallel auch Leistungseinschränkungen möglich.

 

Auslösende Faktoren für Beitragserhöhungen der PKV

Eine private Krankenversicherung kann bei der BaFin nur dann eine Beitragsanpassung für einen bestimmten Tarif beantragen, wenn genau definierte Ereignisse eingetreten sind. Dies sind ein Kostenanstieg im jeweiligen Tarif von mehr als 10 %, der Anstieg der Lebenserwartung laut amtlicher Sterbetafel oder zu geringe Zinseinnahmen für die Altersrückstellungen. Letzteres ist in aktuellen Tarifen bereits berücksichtigt.

Wegen der oben beschriebenen Situation im Gesundheitswesen muss man bei den Beiträgen zur PKV und zur GKV immer mit überdurchschnittlichen Preissteigerungen rechnen. Liegt etwa die allgemeine Inflation über alle Wirtschaftsbereiche bei 1 %, dann kostet uns die medizinische Inflation 1,5 %.

 

Niedrigzinsphase der PKV

 

Gegenmittel zu Beitragserhöhungen in der PKV

Anders als in der GKV kann der Privatversicherte mit dem kostenlosen PKV-Tarifwechsel gem. § 204 VVG gegensteuern. Hier hat die hc consulting AG Maßstäbe im Kundendienst und in der Kundenzufriedenheit gesetzt.