Beitragsentlastungstarife der PKV

Das Wichtigste vorab:

Die Sorge vor zu hohen PKV-Beiträgen im Alter ist bei langjährig privat Versicherten unbegründet

Für angestellte PKV-Kunden gibt es zusätzliche Beitrags- oder Altersentlastungstarife

Der Arbeitgeber zahlt 50 % dazu, zusätzlich können die vollen Beiträge von der Steuer abgesetzt werden


 

Beiträge der PKV im Alter

Es scheint schon zum Allgemeinwissen zu gehören: Wer privat krankenversichert ist, bezahlt im Alter zu hohe Beiträge, insbesondere in Relation zu den angenommenen Beiträgen einer gesetzlichen Krankenkasse, der GKV.

Die Statistik sagt das Gegenteil: 0,5 % der privat Versicherten zahlen mehr als der Höchstbeitrag der GKV ausmacht, so die Bundesregierung am 30.05.2016 (BT-Drs 18/8590). Von den 9 Mio. PKV-Kunden sind ebenfalls nur 0,5 % im Standardtarif versichert. Der Standardtarif ist eine Notbremse der PKV für zu hohe Beiträge. Das Problem der hohen Beiträge von älteren Versicherten der PKV spielt also in der Realität nicht die vermutete Rolle.

 

Beitragsentlastungstarife der privaten Krankenversicherung

Wer den PKV-Beitragsvorteil gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse sozusagen „festhalten“ möchte, kann einen freiwilligen Zusatztarif, den Beitragsentlastungstarif abschließen. Es entsteht eine kleine Rentenversicherung innerhalb des Vertrages der PKV.

Besonders sinnvoll ist das für Angestellte. Arbeitnehmer erhalten vom Arbeitgeber 50 % der Beiträge des Beitragsentlastungstarifes und haben somit sofort eine Rendite von unschlagbaren 50 % Zinsen. Zusätzlich können die Beiträge von der Steuer abgesetzt werden. Je nach Tarif wird dann ab dem 60. bis 67. Lebensjahr eine lebenslange Rente als Zuschuss zur Krankenversicherung ausgezahlt.

 

Bitte lesen Sie zum Thema bei Stiftung Warentest Finanztest und in der FAZ nach.

Tarife der PKV zur Beitragsentlastung: