Alternative zur privaten Krankenversicherung (PKV) und zur GKV

Gesetzliche Krankenkasse (GKV) oder private Krankenversicherung (PKV) lautet eine häufig gestellte Frage. Dabei gibt es zwischen GKV und PKV auch noch eine dritte Möglichkeit, die eigene (Pflicht-) Krankenversicherung individuell zu gestalten. Jeder hat die Option, als Basisabsicherung die gesetzliche Krankenkasse sozusagen im Hintergrund zu behalten und durch Zusatzversicherungen den Status als vollständiger Privatpatient in allen Bereichen zu erlangen.

Diese vom Gesetzgeber vorgesehene Gestaltungsmöglichkeit kommt zum Beispiel für GKV-Pflichtversicherte oder für freiwillig versicherte Personen, welche sich zwischen den beiden Systemen nicht entscheiden möchten oder von einer PKV wegen Vorerkrankungen abgelehnt wurden, in Frage. Letzteres ermöglicht ggf. doch den Zugang zur PKV. Risikozuschläge für bestehende Erkrankungen sind in der Zusatzversicherung leichter zu kalkulieren.

Am Ende ist man bei allen Ärzten zu 100 % Privatpatient und kommt in den Genuss aller Leistungen. Der Arzt erfährt nicht, dass eine Kombination aus GKV und PKV besteht. Häufig ist der Versicherungsschutz so höher als bei einer reinen Privatversicherung. Die Ärzte stellen Privatrechnungen für ihre Leistungen und private Rezepte für die Apotheke aus.

 

Wie geht das?

Zunächst wählen Sie Ihren persönlichen Versicherungsschutz aus und stellen einen unverbindlichen Antrag. Auswahlmöglichkeiten bestehen bei der Krankenhausbehandlung, beim Zahnarzt und beim niedergelassenen Arzt in der Praxis. Sollte wegen bereits bestehender Diagnosen ein Zuschlag auf den PKV-Beitrag erforderlich sein, so erhalten Sie von der privaten Krankenversicherung ein Angebot. Dann entscheiden Sie, ob Sie das Angebot annehmen. Die Zusatzversicherungen ambulant, Zahn und stationär können bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften bestehen.

Ist der Vertrag über die PKV-Zusatzversicherungen zustandegekommen, wählen Sie bei Ihrer GKV die Kostenerstattung aus. Dieses Recht hat jeder GKV-Versicherte, auch die pflichtversicherten Mitglieder, unabhängig vom Einkommen.

Wenn Sie jetzt zum Arzt gehen, vereinbaren Sie einen Termin für Privatpatienten. Der Arzt, der Zahnarzt, das Krankenhaus und die Apotheke stellen Ihnen Ihre Dienste und Waren privat in Rechnung. Eine Vorleistung ist nur in der Apotheke erforderlich. Bei teuren Medikamenten ist auch hier eine Vorauszahlung durch den Versicherten nicht erforderlich. Die Privatrechnungen legen Sie zunächst der GKV und dann der PKV vor und Sie erhalten die Beträge für Ihre privaten Krankheitskosten auf Ihr Konto erstattet. Dann erst bezahlen Sie die Privatrechnungen.

 

Welche Vorteile habe ich?

Sie sind trotz GKV-Pflichtversicherung in allen Bereichen zu 100 % Privatpatient. Ist Ihnen Ihre private Zusatzversicherung irgendwann zu teuer, kündigen Sie diese einfach wieder. Die private Zusatzversicherung verzichtet auf das ordentliche Kündigungsrecht und kann Sie also nicht „rausschmeißen“. Gleichzeitig bildet die PKV-Zusatzversicherung Altersrückstellungen und gleicht so den Kostenanstieg durch das Älterwerden der Versicherten komplett aus. Die Beiträge werden nur durch die allgemeinen Kostensteigerungen im Gesundheitswesen teurer.

 

Wo ist der Nachteil?

Einziger Nachteil sind die Kosten. Frauen und Männer bezahlen gleich viel. Über den Daumen kostet eine Krankenhauszusatzversicherung für 50jährige 50 EURO, eine Zahnzusatzversicherung 30 EURO und eine ambulante Zusatzversicherung 180 EURO im Monat. Dann ist man aber auch in jeder Hinsicht ein Patient erster Klasse.

Wir beraten Sie kostenlos.

 

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